Umweltfußabdruck für Lebensmittel muss auf Leistungen der Bio-Branche aufbauen

Bis spätestens 2020 sollen europaweit einheitliche Kennzeichnungen Auskunft über die Umweltverträglichkeit von Lebensmitteln geben. UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, und die Assoziation ökologische Lebensmittelhersteller (AöL) begrüßen einerseits die Pläne der Europäischen Kommission, sehen jedoch andererseits noch erheblichen Verbesserungsbedarf.

 

AöL fordert „wahre Kosten“ - Hersteller im Dialog mit Politik und Philosophie

Den Dialog zu suchen ist wesentliches Element der AöL-Arbeit (Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller). Die Öko-Hersteller hatten Ministerialdirektor Clemens Neumann aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Philosoph Prof. Dr. Gernot Böhme nach Fulda eingeladen. So unterschiedlich die Themen der Gäste waren, so intensiv und wichtig gestaltete sich die Debatte. „Die Stärke unserer Arbeitsgemeinschaft AöL ist diese offene, zukunftsgewandte und lösungsorientierte Debattenkultur“, so der geschäftsführende Vorstand Dr. Alexander Beck. Dazu gehöre auch, auf verschiedenen thematischen Ebenen zu diskutieren.

Die Herstellerszene zu stärken ist das wesentliche Ziel des neuen Vorstandes, der am 26. April 2017 auf der Mitgliederversammlung der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) in Fulda gewählt wurde. „Wir wollen die Wichtigkeit der Hersteller in der Wertschöpfungskette ganz klar aufzeigen. Das ist unser Ziel“, so Susanne Horn (Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG). Neben der Generalbevollmächtigten wurde Andreas Swoboda (Bio Breadness GmbH) für eine neue Amtsperiode wiedergewählt.

Lebensmittel aus dem Labor? AöL fragt auf Biofach nach der Zukunft unserer Ernährung

Rudolf Steiner hat‘s gewusst: „So wird der Mensch übergehen zu der Nahrung, die er im Laboratorium selbst zubereitet“, schrieb der Anthroposoph bereits 1905. Ist das unsere Zukunft?

Diskussionen um unsere Ernährung sind zunehmend von der Angst vor Risiko geprägt. Sie drehen sich um technische Innovationen, wie Superfood oder Technologien in der Landwirtschaft und nicht um soziale Beziehungen. Ist das von Steiner aufgemachte Szenario die logische Konsequenz? Oder sind wir nicht vielmehr gefordert, selbst Verantwortung für den „Kulturprozess Ernährung“ zu übernehmen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller in ihrer Podiumsdiskussion auf der Biofach in Nürnberg.

Politik für nachhaltige Lebensmittel: Zusammenarbeit mit  UnternehmensGrün

Wirtschaft und Ökologie sind kein Widerspruch. Mit diesem Leitsatz gründete sich nicht nur der nachhaltige Wirtschaftsverband UnternehmensGrün e.V. 1992 in Berlin – er trägt auch die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. seit vielen Jahren. Die Verbände haben sich 2017 als gegenseitige Fördermitglieder anerkannt. Eine Zusammenarbeit wird das gemeinsame Ziel einer zukunftsfähigen Umwelt- und Wirtschaftspolitik voranbringen.

Ernährung im Mittelpunkt: AöL lobt Grünbuch von MdB Christian Schmidt

Eine klare Leitlinie liefert das kürzlich veröffentlichte Grünbuch von Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL e.V.) begrüßt die Botschaften des Papiers und wertet es als einen wichtigen Beitrag zu einem lösungsorientierten Dialog für eine nachhaltige Ernährung. „Minister Schmidt stellt das Thema ‚gesunde Ernährung für ein gesundes Leben‘ in den Vordergrund“, so der geschäftsführende Vorstand der AöL, Dr. Alexander Beck. „Seine Vorschläge zur Kompetenzförderung und Ernährungsbildung setzen wichtige Impulse.“

AöL begrüßt 100. Mitglied: Milchwerke Berchtesgadener Land treten bei

Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) begrüßt im November 2016 ihr 100. Mitglied. Nachdem im Jahr 2016 bereits 12 Mitglieder dem Verband beigetreten waren, reichten nun auch die „Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG“ ihren Antrag ein.

„Wir sind Mitglied bei der AöL geworden, weil unsere Nachhaltigkeitsziele zum Schutz unserer Umwelt und dem fairen Miteinander von Lieferanten, Verbrauchern und Geschäftspartnern vernetzt mit gleichgesinnten Unternehmen besser gelingen kann“, so Geschäftsführer Bernhard Pointner.

Sind wir noch von dieser Welt? AöL-Hersteller diskutieren über Qualitäts- und Sicherheitsfragen

Liegt die Zukunft der Ernährung im Fooddesign? Kann am Ende nur die Nahrung aus dem Labor vollständig sicher sein? Selbstverständlich ist, dass Lebensmittel sicher sein müssen. Medien, Politik und Behörden fokussieren sich bei Lebensmitteln jedoch fast ausschließlich auf den Aspekt der Sicherheit. Diese Fokussierung bedrängt zunehmend die Lebensmittelunternehmen und gerät in Gegensatz zu den originären Qualitätsbemühungen der Biobranche. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) stellte sich dieser Diskussion um „Qualität und Sicherheit“ auf ihrer Herbsttagung in Fulda.

Hygienisch top, frei von unerwünschten Rückständen durch Reinigungsmittel und umweltschonend produziert – so muss ein Lebensmittel sein. Gleichzeitig dürfen Reinigungsmittel die Umwelt, insbesondere das Abwasser, nicht belasten. Eine große Herausforderung, vor der jedes Unternehmen steht. Der Bio-Geflügel-Verarbeiter und AöL-Mitglied „Biofino GmbH“ zeigt, wie es gehen kann.  

Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) unterstützt das Projekt „Umweltfreundliches Reinigungs- und Hygienemanagement in Lebensmittelbetrieben“ vom Büro Lebensmittelkunde und Qualität (BLQ), das zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der Hochschule Fulda vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde.

27.09.2016 „Im Prinzip geht es darum, das eigene Start-Up im gemachten Nest zu finden“, schließt Leonhard Wilhelm von Rapunzel eine Diskussion zum Übergabeprozess in Familienunternehmen der Biobranche. Unternehmensnachfolge und Bio 3.0 sind auch die wesentlichen Themen des Arbeitskreises „AöL-Jungunternehmer“, der sich im Allgäu zu einer zweitägigen Sitzung traf. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) fungiert als Plattform für diesen Austausch von Zukunfts- und Verantwortungsfragen und koordinierte das Treffen.

26.07.2016 Was ist ein „natürliches“ Lebensmittel? Das ist ein Mittel zum Leben, ökologisch erzeugt und so ursprünglich wie möglich. Ein Bild, das sich bei vielen Verbrauchern etabliert hat und heute gesellschaftliches Allgemeingut ist. Eine Prämisse, die sich die ökologische Lebensmittelbranche auf die Fahne schreibt. Mit dem neuen Entwurf zur ISO-Norm ändert sich das. Das Vertrauen der Verbraucher wird erneut auf eine Probe gestellt.

14.06.2016 Man stelle sich vor: ein Landwirt, ein Müller, ein Bäcker und ein Verbraucher sitzen in einem Boot. Alle wollen in eine Richtung. Wenn einer von ihnen zu viel oder nur einseitig rudert, kommt das Boot nicht ans Ziel. Stattdessen müssen sich die Insassen austauschen und gleichmäßig in eine Richtung rudern.

So ist es auch bei der ökologischen Brotherstellung: alle Akteure aus der Wertschöpfungskette haben ein gemeinsames Ziel – nämlich qualitativ hochwertiges Brot herzustellen. Dafür müssen sie eng zusammenarbeiten, handwerkliches Geschick beweisen und regionale Rohstoffe stärken. Außerdem ist die Beziehung untereinander und zu den Bürgern wichtig. Diese Vorstellung einer Brotkultur pflegt die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL).

21.04.2016 Wo will die Biobranche hin? Wie sieht die Zukunft des Biomarkts aus? Welche Rolle nehmen die jungen Öko-Hersteller ein, die sie gestalten? Diese Fragen beschäftigen den neuen Arbeitskreis der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL). Junge Unternehmer und leitende Angestellte finden sich dort zusammen und bewegen die künftigen Fragen der Biobranche. Auf der Mitgliederversammlung der AöL am 19. und 20.04.2016 in Fulda hat sich die Gruppe das erste Mal getroffen.

06.04.2016 Sie sind erfolgreiche Unternehmer. Eigentlich gibt es keinen Grund, sich selbst und das eigene Wirtschaften zu hinterfragen. Doch genau das tun die Mitglieder der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) in ihrem neuen, fünften Themenheft. Schon der Titel „Verantwortung trauen“ verrät, dass es sich um ein Heft handelt, das mutig ist, zum Denken anregt, Diskussionen auslöst – ein Heft, das Fragen stellt. Es erscheint Mitte April 2016.

12.02.2016 Dioxin- und Mykotoxinfunde in Lebensmitteln schrecken Hersteller und Verbraucher auf. Mit verfeinerten Analysemethoden werden immer mehr Kontaminationen in Lebensmittel sichtbar. Braucht es einen neuen gesellschaftlichen Konsens über Sicherheit und Qualität? Darüber diskutierten Lebensmittelhersteller der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) auf der BIOFACH in Nürnberg, die von Dr. Alexander Beck (AöL) moderiert wurde. In der Verbraucherschutzpolitik werden die Begriffe „Qualität“ und „Sicherheit“ oft gleichgesetzt. Genau darin sieht Andreas Swoboda (W-E-G) jedoch ein Problem.

20.01.2016 Das Vertrauen der Verbraucher in Fleisch ist verloren gegangen. Der „Fleischatlas Deutschland Regional 2016“ der Heinrich-Böll-Stiftung und des Bundes für Umwelt- und Naturschutz belegt erneut, dass nicht artgerechte Tierhaltungssysteme, die oft verkürzt als „Massentierhaltung“ bezeichnet werden, zum Standard geworden sind. „Ein solches Tierhaltungssystem, das nach wie vor politisch gestützt wird, diskreditiert sich selbst“, so Alexander Beck, Geschäftsführer der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL). Diese Politik schadet den Erzeugern, der Umwelt und den Tieren.

10.11.2015 Hersteller von Bio-Backwaren stehen heute vor großen Herausforderungen. Aus diesem Grund wurde auf Initiative der Bio-Bäckerei Märkisches Landbrot GmbH innerhalb der AöL der Arbeitskreis „Brot/ Backwaren/ Getreideerzeugnisse“ gegründet. „Es ist sehr wichtig, dass wir eine gemeinsame Stimme haben“, so Sprecher Michael Hiestand von der Meyermühle Landshuter Kunstmühle. „Allein die allgemeine Entwicklung in der Roggenzüchtung, welche die Bedürfnisse der Bäcker völlig ignoriert, ist besorgniserregend und zeigt die Notwendigkeit für unser neues Bündnis“.

22.10.2015 Auf dem Weg zu einer nachhaltigen, ökologischen Ernährungskultur darf nach Ansicht des Sozialwissenschaftlers und Ökonomen Professor Stephan Rammler  die Politik nicht länger aus der Pflicht entlassen werden. Bei der Herbsttagung der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller AöL in Fulda sagte der Zukunftsforscher von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, allein mit individuellem „grünen Verzicht“, mit weniger Flügen und mit weniger Fleischkonsum „wird es nicht gehen“, den ökologischen und sozialen Herausforderungen adäquat zu begegnen.

07.10.2015 Die Forderungen der Agrarministerkonferenz, den bisher zu wenig beachteten Ferntransport von Pestiziden im Zulassungsverfahren künftig stärker zu berücksichtigen, ist nach Ansicht der AöL ein erster wichtiger Schritt. "Die Kontaminierung von Fenchel mit pendimethalinhaltigem Pflanzenschutzmitteln auf Bio-Äckern in Brandenburg hat gerade offenbart, dass es heute eklatante Lücken in der Zulassungspraxis von Pestiziden gibt", so Alexander Beck.