Biodiversität

 

Durch Biodiversität ist unsere Ernährung zukunftsfähig.

Deswegen schützen und fördern wir die Artenvielfalt.

Zu den Biodiversitätsleistungen unserer Mitglieder!

Biodiversität - Vielfalt Verbindet

Zum Tag der biologischen Vielfalt

 

Zum „Tag der biologischen Vielfalt“ sagt der geschäftsführende Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), Dr. Alexander Beck:

„Biodiversität ist der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit unseres Ernährungssystems. Deswegen müssen wir den Artenverlust stoppen und eine Wirtschaftsweise etablieren, die Biodiversität fördert. Unsere Öko-Lebensmittelhersteller tun das schon heute, indem sie ökologisch angebaute, vielfältige Rohstoffe einkaufen, verarbeiten und daraus innovative Produkte herstellen. Somit übersetzen sie die biologische Vielfalt, die in unserer Natur eigentlich von Grund auf angelegt ist und durch den Ökolandbau gefördert wird, in eine Ernährungsvielfalt für die Menschen.“

Unsere Pressemitteilung

Biodiversität und Boden

Bodiversität und Boden

 

Boden ist die wichtigste Ressource, um unsere Ernährung langfristig zu sichern.  Denn: ohne einen fruchtbaren Boden gibt es keine natürlichen oder naturbelassenen Rohstoffe zur Herstellung von Lebensmitteln.

Welche Funktion der Boden mit all seinen Organismen für Wasser, Klima und für die Artenvielfalt hat, ist längst bekannt und auch wissenschaftlich nachgewiesen. Trotzdem wird fruchtbarer Boden sowohl in der agroindustriellen Landwirtschaft als auch bei der Versiegelung von Flächen zerstört und vernichtet, ohne dass die daraus entstehenden Kosten infolge von Bodenerosion, Verschmutzung von Gewässern und Luft sowie der Verlust der Artenvielfalt eingepreist werden. Diese Kosten tragen die Bürger und insbesondere die zukünftige Generation.

AöL Position zum Thema "Boden"

Unsere Pressemitteilung

Die (un)heimliche Artenerosion - eine Studie

Die moderne Landwirtschaft provoziert eine unheimliche Artenerosion – und die Politik schaut weg. Dabei ist die Frage, ob die Erde vor einem massenhaften Aussterben von Tier- und Pflanzenarten steht, keineswegs absurd. Fünf Mal gab es das in der Erdgeschichte bisher. Droht nun die sechste Katastrophe? Doch anders als früher sind es keine natürlichen Faktoren, die den erwarteten Schub auslösen, sondern der Mensch wird für diesen Kollaps verantwortlich sein. In fast allen Fällen, wenn es um Verluste von Lebensräumen, von Arten, vor allem von Artendichte und Individuenzahlen, um Artenerosion geht, hat die konventionelle Landwirtschaft etwas damit zu tun. „Moderne“ Techniken, Mäh- und Erntemethoden sowie vorgezogene Erntezeiträume, Pestizide und Stickstoffdünger nehmen keine Rücksicht auf die Natur. Die aktuelle Diskussion um ein Verbot der relativ neuen Pestizid-Stoffklasse der Neonikotinoide zeigt die Brisanz der Bedrohung: Lauert hier eine neue Katastrophe nach Art des DDT-Skandals?

Über die Problematik des Artenverlustes klärt Stephan Börneckes Studie "Die (un)heimliche Artenerosion" auf, die von dem grünen Parlamentarier Martin Häusling in Auftrag gegeben wurde. Im Film haben wir den Autoren interviewt.

Zur Studie

Unsere Biodiversitätsprojekte

Biodiversitätskriterien

Biodiversität ist eines unserer Kernthemen im Verband. Wir wollen die Artenvielfalt schützen und fördern. Dafür arbeiten wir in internationalen Projekten und Netzwerken, wie der Initiative "Biodiversity in Good Company". In der Initiative haben sich Unternehmen der AöL und zahlreicher anderer Branchen zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der weltweiten Biodiversität zu engagieren. Damit leisten sie einen Beitrag zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD). Ziel ist es, den dramatischen Verlust an Ökosystemen, Arten und genetischer Vielfalt aufzuhalten.

Unter dem Stichwort„Firmen fördern Vielfalt“ startete die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Projekt zur praxistauglichen Erfassung, Bewertung und Darstellung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Zulieferbetrieben der Nahrungsmittelunternehmen aus dem AöL-Kreis: Bionade, Hipp, Märkisches Landbrot und Neumarkter Lammsbräu.

Die Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsleistungen unserer Firmen sind auch in den  Nachhaltigkeitsporträts der AöL nachzulesen.

Im LIFE Projekt sind Empfehlungen für wirkungsvolle Kriterien zum Schutz der Biodiversität in Standards für die Lebensmittelbranche und Beschaffungsrichtlinien von Lebensmittelunternehmen entstanden. Die Handlungsempfehlungen richten sich in erster Linie an Standardorganisationen und an Unternehmen der Lebensmittelbranche mit eigenen Beschaffungsrichtlinien. Die AöL stand hier beratend zur Seite.