Nachhaltigkeit

AöL nimmt Stellung zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Die AöL begrüßt die Bemühungen der Bundesregierung, ihre Nachhaltigkeitsstrategie zu überarbeiten. Nachhaltigkeit geht alle Länder und Menschen der Erde etwas an. Wir erachten es jedoch auch als dringend notwendig, dass nachhaltiges Handeln ganzheitlich angelegt sein muss – in der Balance von Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft - ausgerichtet auf ein gesellschaftliches und wirtschaftliches System, das getragen wird von ideellen Werten, einer Entkopplung der Anhäufung von materiellen Gütern (Konsumismus) und Wohlstand.

Projekt "Firmen fördern Vielfalt"


Die AöL ist Projektpartner im Projekt "Firmen fördern Vielfalt". Ziel des Projekts ist es, einfach erfassbare Indikatoren für die Messung der Artenvielfalt auf Zulieferbetrieben von lebensmittelerzeugenden Unternehmen zu entwickeln und die Grenzen der Aussagefähigkeit zu bestimmen. Desweiteren soll der Frage nachgegangen werden, ob Betriebe und Berater die erforderlichen Informationen selbst bereitstellen können und wie hoch Aufwand und Nutzen eines EDV-gestützten Systems zur Erfassung, Verwaltung und Bewertung dieser Daten sind.

Stellungnahme zu Umweltleistungen in der Öko-VO

Verbraucher erwarten, dass Öko-Produkte umweltfreundlich produziert und gehandelt werden. Dies ist auf landwirtschaftlicher Ebene bereits heute der Fall; nachgebessert werden muss jedoch auf Seite der Öko-Verarbeiter und -händler, die bislang keine verpflichtenden Anforderungen an Umweltleistungen erfüllen müssen. Viele Unternehmen agieren jedoch bereits heute schon sehr vorbildlich und gehen somit einer etwaigen rechtlichen Normierung voraus. Was noch fehlt, ist die Sicherung dieses Handelns über die Kette.

Empfehlungen zum Code of Conduct

In zwei Workshops Anfang des Jahres 2016 haben sich einige Vertreter von Mitgliedsunternehmen der AöL mit der Thematik der sozialen Standards für den Einkauf von Rohstoffen und Verarbeitungsprozesse beschäftigt. Dabei wurde deutlich, dass ein mehrstufiges Verfahren zur Bewertung hierfür am besten geeignet ist. Ein Instrument kann dabei ein Vertrag mit den Lieferanten sein, in dem die Grundsätze zur Einhaltung der Sozialstandards festgelegt sind. Die Einhaltung kann dann überprüft werden, ggfs auch von externen Experten. Weitere Maßnahmen wie z.B. Einkauf der Rohstoffe, die nach bestimmten Standards zertifiziert wurden, können den "Code of Conduct" ergänzen.