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	<title>Lebensmittelwirtschaft &#8211; AöL e.V.</title>
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		<title>Über 200 Unternehmen fordern Wahlfreiheit bei Gentechnik im Essen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Wimmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jan 2024 18:26:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[Kennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[200 Unternehmen haben sich der Initiative für den Erhalt von Kennzeichnung und Wahlfreiheit bei Gentechnik-Lebensmitteln angeschlossen. Der Adressat Manfred Weber (CSU) erteilte dem dringenden Dialogwunsch der Firmenchefs eine Absage. ]]></description>
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		<h2>CSU-Vize Weber verweigert bis jetzt Dialog</h2>
<p><strong>Bad Brückenau, 22.01.2024. 197 weitere Unternehmen der deutschen Lebensmittelwirtschaft haben sich der vor zwei Wochen gegründeten Initiative für den Erhalt von Kennzeichnung und Wahlfreiheit bei Gentechnik-Lebensmitteln angeschlossen. Der Adressat Manfred Weber (CSU) erteilte dem dringenden Dialogwunsch der Firmenchefs noch vor einer Abstimmung im Europaparlament am 24. Januar 2024 eine Absage. </strong></p>
<p>In einem gemeinsamen Offenen Brief appellieren die Unternehmen an <strong>Manfred Weber</strong>, den <strong>Fraktionsvorsitzenden der EVP im Europaparlament (EP)</strong> und <strong>stellvertretenden Vorsitzenden der CSU</strong>, sich für den Erhalt von Kennzeichnung und Wahlfreiheit bei Gentechnik-Lebensmitteln einzusetzen. Die Unternehmen <strong>Alb-Gold, Alnatura, Andechser, dm und Frosta</strong> hatten <strong>die Initiative am 9. Januar 2024 gestartet</strong> und weitere Unternehmen eingeladen, den Offenen Brief mitzuzeichnen.</p>
<p>Anlass der Initiative sind die bevorstehenden intensiven Verhandlungen und Abstimmungen im EP zu der Frage, ob mit neuer Gentechnik hergestellte Lebensmittel in der EU künftig erkennbar bleiben. Dabei kommt den <strong>Abgeordneten von CDU/CSU</strong> und ihrer <strong>EVP-Fraktion</strong> eine Schlüsselrolle zu. Sie wollen Produkte neuer Gentechnik noch stärker deregulieren als die EU-Kommission. <strong>Am 24. Januar 2024</strong> steht eine erste wegweisende<strong> Abstimmung im federführenden Umweltausschuss des EP</strong> an.</p>
<p>Prof. Dr. Götz E. Rehn, <strong>Alnatura:</strong> „Ich freue mich über die breite Unterstützung und appelliere nachdrücklich an alle Unternehmen aus Lebensmittelherstellung und -handel auch über die Bio-Branche hinaus: Bitte engagieren Sie sich mit Ihrer Unterschrift für eine klare verpflichtende Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte. Denn nur so erhalten wir die Wahlfreiheit und Transparenz, die Kundinnen und Kunden einfordern, und den fairen Wettbewerb der unterschiedlichen Methoden für eine klimafreundliche und zukunftsorientierte Landwirtschaft.“</p>
<p>Jan Plagge, <strong>Bioland:</strong> „Es ist ein Zeichen von Verantwortungslosigkeit, sich Gesprächen mit der Wirtschaft zu verweigern, bevor so weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Wir hoffen auf Einsicht. Denn aktuell setzt sich die EVP für ein faktisches Verbot sämtlicher Koexistenzmaßnahmen in Europa und vor Ort ein. Die Unternehmen brauchen eine Erklärung, wohin dieses widersprüchliche Handeln der CDU und CSU führen soll.“</p>
<p>Barbara Scheitz, <strong>Andechser Molkerei</strong>: „Gentechnikfreiheit ist die Grundlage unserer Bio-Landwirtschaft. Wir leben und wirtschaften mit der Natur. ‚Natürliches natürlich belassen‘ ist unser Auftrag. Es braucht dieses klare Bekenntnis aus Brüssel.“</p>
<p>Wolfgang Ahammer, <strong>VFI Oils for Life:</strong> „Für uns als Hersteller, die sich für Lebensmittel ,Ohne Gentechnik‘ und Bio-Lebensmittel engagieren, ist es wichtig, dass dieser Status durch eine konturierte Zulassungspraxis und durch Einhaltung wichtiger marktwirtschaftlicher Prinzipien wie Transparenz auf jeder Verwendungsstufe, Beweislast des Anwendenden und Produkthaftung gesichert wird.“</p>
<p>Joseph Wilhelm, <strong>Rapunzel Naturkost:</strong> „Bio ist gentechnikfrei, und zwar immer. Dafür setzt sich Rapunzel seit Anfang der 2000er ein. Die Zulassung neuer gentechnischer Verfahren ohne Kennzeichnung in Europa wäre eine Katastrophe für die Bio-Landwirtschaft und für Bio-Produkte im Allgemeinen. Wir fordern daher alle EU-Parlamentarier auf, für eine ehrliche Kennzeichnung von Produkten mit Neuer Gentechnik über die gesamte Lieferkette hinweg zu stimmen.“</p>
<p>Andreas Wenning, <strong>Minderleinsmühle: </strong>„Wir sehen aktuell viele Initiativen, welche den ganz wesentlichen Beitrag der Bio-Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit und zur Bewältigung der Klimakrise in ihren Grundfesten zu erschüttern versuchen. Es muss weiterhin eine Wahlfreiheit für Verbraucher geben. Dazu wurde die Gentechnik-Kennzeichnung geschaffen. Darauf muss auch in Zukunft Verlass sein.“</p>
<p>Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), Deutschlands führender Ökoanbauverband Bioland, die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) und der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) unterstützen die Unternehmen bei ihrer Initiative für Wahlfreiheit bei Gentechnik im Essen.</p>
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		<title>Unternehmen starten neue Initiative für Wahlfreiheit bei Gentechnik im Essen</title>
		<link>https://www.aoel.org/unternehmen-starten-neue-initiative-fuer-wahlfreiheit-bei-gentechnik-im-essen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Wimmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2024 17:42:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[Kennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[Prominente Persönlichkeiten aus der deutschen Lebensmittelwirtschaft haben eine neue Unternehmens-Initiative für den Erhalt von Kennzeichnung und Wahlfreiheit bei Gentechnik-Lebensmitteln gestartet.]]></description>
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		<p><strong>Bad Brückenau, 10.01.2024. Prominente Persönlichkeiten aus der deutschen Lebensmittelwirtschaft haben kürzlich eine neue Unternehmens-Initiative für den Erhalt von Kennzeichnung und Wahlfreiheit bei Gentechnik-Lebensmitteln gestartet.</strong></p>
<p>Die Chef:innen der Unternehmen Alb-Gold, Alnatura, Andechser, dm und Frosta appellieren in einem gemeinsamen offenen Brief an Manfred Weber, den Fraktionsvorsitzenden der EVP im Europaparlament und stellvertretenden Vorsitzenden der CSU, sich für den Erhalt von Kennzeichnung und Wahlfreiheit bei Gentechnik-Lebensmitteln einzusetzen. Bei der Vorstellung ihrer Initiative im Rahmen einer Pressekonferenz haben sie alle Unternehmen aus Lebensmittelherstellung und -handel in Deutschland dazu eingeladen, den offenen Brief mitzuzeichnen.</p>
<p>Anlass sind die bevorstehenden intensiven Verhandlungen und Abstimmungen im Europaparlament zu der Frage, ob mit neuer Gentechnik hergestellte Lebensmittel in der EU künftig erkennbar bleiben. Dabei kommt den Abgeordneten von CDU/CSU und ihrer EVP-Fraktion im Europaparlament eine Schlüsselrolle zu. Sie wollen Produkte neuer Gentechnik noch stärker deregulieren als die EU-Kommission.</p>
<p>Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), Deutschlands führender Ökoanbauverband Bioland, die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) und der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) unterstützen die Unternehmen bei ihrer Initiative für Wahlfreiheit bei Gentechnik im Essen.</p>
<p>Felix Ahlers, FRoSTA: „FRoSTA steht seit über 20 Jahren für maximale Transparenz. Jeder sollte nachvollziehen können, ob ein Lebensmittel mit oder ohne Gentechnik produziert wurde, um sich entsprechend entscheiden zu können. Nur dann können sich auch Lebensmittelhersteller und Landwirte differenzieren. Eine vom Gesetzgeber vorgegebene, transparente Deklaration auf der Verpackung wäre der richtige Weg.“</p>
<p>Kerstin Erbe, dm-Drogeriemarkt: „Bei dm ist es uns wichtig, dass uns Menschen weiterhin die freie Wahl überlassen bleibt, ob wir gentechnisch veränderte Nahrungsmittel produzieren und konsumieren wollen. Es geht um unsere Ernährung, um das, was wir unseren Körpern täglich zuführen. Auch wenn gentechnische Verfahren heute präziser sind als früher, verbleiben zu beachtende und zu bewältigende Risiken. Dafür brauchen wir eine klare Kennzeichnung als Entscheidungsgrundlage.“</p>
<p>Prof. Dr. Götz E. Rehn, Alnatura: „Eine weitgehende Deregulierung des Gentechnikrechts widerspricht den Grundsätzen einer ausbalancierten und verantwortungsvollen Politik, sowohl für die Verbraucherschaft als auch für die Natur. Über 90 Prozent der Kundinnen und Kunden fordern eine umfassende Sicherheitsprüfung für gentechnisch veränderte Pflanzen und die verpflichtende Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel. Die Anwendung von Gentechnik bei Lebensmitteln muss zwingend deklariert werden. Nur so ist beim Lebensmitteleinkauf, Wahlfreiheit durch Transparenz‘ möglich. Die EVP will die neue Gentechnik sogar für Bio-Lebensmittel zulassen. Das ist zu Recht gemäß EU-Bio-Verordnung verboten und das lehnen wir konsequent ab.“</p>
<p>Jan Plagge, Bioland: „Die Vorschläge der EVP-Berichterstatterin Jessica Polfjärd verhindern Koexistenz und Wahlfreiheit. In der Praxis kann ein Nebeneinander von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik nur funktionieren, wenn es auch für alle so genannten neuen gentechnischen Verfahren eine Kennzeichnungspflicht gibt – und zwar bis zum Endprodukt, dem Lebensmittel. Die aktuelle Position des EU-Agrarausschusses sieht allerdings gar keine Kennzeichnungspflicht mehr vor, nicht einmal für Saatgut, und auch keinerlei Koexistenzregeln für Anbauformen mit und ohne Gentechnik. Hier muss vor allem die EVP, also die CDU/CSU, ihrer Verantwortung gerecht werden und im EU-Parlament dringend nachbessern.“</p>
<p>Die Erstunterzeichner:innen des offenen Briefes sind</p>
<ul>
<li>Felix Ahlers, Vorstandsvorsitzender, FRoSTA AG</li>
<li>Kerstin Erbe, Geschäftsführerin Ressort Produktmanagement, dm-drogerie markt GmbH + Co. KG</li>
<li>Irmgard Freidler, Geschäftsführerin, ALB-GOLD Teigwaren GmbH</li>
<li>Dr. Götz E. Rehn, Gründer und Geschäftsführer, Alnatura Produktions- und Handels GmbH</li>
<li>Barbara Scheitz, Geschäftsführerin, Andechser Molkerei Scheitz GmbH</li>
</ul>
<p>Weitere Unternehmen sind herzlich eingeladen, die Initiative zu unterstützen und den <a href="http://ohnegentechnik.org/unternehmen-fuer-wahlfreiheit">offenen Brief</a> mitzuzeichnen.</p>
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