Für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln sind in der EU-Öko-Verordnung anspruchsvolle gesetzliche Standards festgelegt. Mit dem Bio-Standard werden Öko-Rohstoffe schonend zu Käse oder Wurst, Brot oder Aufstrichen höchster Qualität und bestem Geschmack verarbeitet. Laut Bio-Recht ist vorgeschrieben, dass Bio-Lebensmittel zu 95 % aus ökologisch erzeugten Zutaten hergestellt werden müssen – nur 5 % der Zutaten, die auf einer speziellen Liste in der Öko-Verordnung aufgeführt sind, dürfen aus konventioneller Erzeugung stammen.

Der Anspruch von Bio-Produkten ist es, dass der natürliche Charakter und Geschmack von Lebensmitteln bei der Verarbeitung erhalten bleibt. Zusatzstoffe werden daher sehr sparsam eingesetzt: Von ca. 400 Zusatz- und Hilfsstoffen sind in Bio-Produkten nur etwa 70 erlaubt – mit diesen vor allem natürlichen Helfern wie Apfelpektin, Johannesbrotkernmehl oder Acerolakirschpulver und handwerklichem Know-how stellen Bio-Bäcker, -Käsehersteller oder -Metzger hochwertige, gesunde Bio-Lebensmittel her. Gentechnik wird bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln ebenso wenig gebraucht und eingesetzt wie auch die radioaktive Bestrahlung von Lebensmitteln, wie sie beispielsweise bei Kräutern üblich ist. Beides ist laut Öko-Verordnung tabu.

Auslegungen zum bestehenden Recht

Abweichungen zur EU-Öko-Verordnung unter besonderer Berücksichtigung von Kontaminanten

Die Vorgaben zur Handhabung von Abweichungen im Rahmen der Bio-Verordnung sehen eine primäre Verantwortung der Unternehmen für eine Bewertung von Verdachtsfällen vor. Das neue Bio-Recht stärkt die Verantwortung der Unternehmen für solche Vorgänge und klärt die Verantwortungsteilung zwischen Kontrollstellen/Behörden und Unternehmen. Dieser Leitfaden unterstützt sachlich richtiges und rechtskonformes Verhalten der Unternehmen.

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Acrylamid-Verordnung

Die Verordnung „EU-Acrylamid-Verordnung“, VO (EU) 2017/2158 wurde am 20.11.2017 verabschiedet und tritt am 11.04.2018 in Kraft. Die Bio-Branche ist insbesondere bei Vollkornprodukten von den verringerten Benchmark-Werten betroffen. Die AöL hat dazu dieses Informationspapier erarbeitet.

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Allergen-Kennzeichnung von „Weizenarten“

Alle Weizenarten wie z.B. Weichweizen, Dinkel, Durum, Emmer, Einkorn, Khorasan-Weizen, etc müssen nun auch als Hauptgetreideart (Gattung) „Weizen“ in der Zutatenliste gekennzeichnet werden. Die Geschäftsstelle hat eine AöL-Information zu Änderungen in der Allergenkennzeichnung (Deleg. VO (EU) Nr. 78/2014) des Anhang II der LMIV vom 22.11.2013 von diesen Weizenarten erarbeitet. Diese müssen nun mit der Hauptgetreideart (Gattung) „Weizen“ gekennzeichnet werden.

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Kennzeichnungsbestimmungen in der Verordnung 2007

Hier finden Sie das Informationsblatt zu den Kennzeichnungsbestimmungen nach der EU-Öko-Verordnung (VO (EWG) Nr. 834/2007) und deren Durchführungsbestimmungen (VO (EWG) Nr. 889/2007).

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Supplemetierung von Babynahrung

Babynahrung in Bio-Qualität hat sich seit Inkrafttreten der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24.06.1991 zu einem bedeutenden Marktsegment entwickelt. Mehr zur Supplementierung von Babynahrung in der Stellungnahme.

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Umsetzung der Öko-Verordnung aus 2007

Hier können Sie weitere klärungsbedürftige Punkte zur Umsetzung der letzten EU-Öko-Verordnung im Bereich Auslaufdatum, Reinigungsmittel, Codenummer und Risikoanalyse herunterladen. Das Papier bezieht sich auf die Umsetzung der EWG Verordnungen 834/2007 und 889/2008.

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Öko-Äquivalenzabkommen

Mit dem Öko-Äquivalenzabkommen zwischen der EU und den USA können ab 01.06.12 europäische Bioprodukte im US-Markt ohne Rezertifizierung vermarktet werden und umgekehrt.

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Informationen aus unseren Dachverbänden

Berichte der EGTOP-Gruppe (englisch)

Die EGTOP (Expert Group for Technical Advice on Organic Production) ist die Sachverständigengruppe für fachliche Beratung zur ökologischen Produktion von der Europäischen Kommission. Sie soll der Europäischen Kommission eine unabhängige, kompetente und transparente Beratung bieten. Deren Berichte finden Sie hier.

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Dossier zum EU-Bio-Logo (englisch)

Das wichtigste Ziel des EU-Logos ist es, dass zertifizierte Bioprodukte für die Verbraucher einfacher zu erkennen sind. Darüber hinaus verleiht es dem Sektor eine visuelle Identität und trägt zur allgemeinen Kohärenz und zum reibungslosen Funktionieren des Binnenmarktes in diesem Marktsegment bei. Die IFOAM EU Gruppe hat dazu ein Dossier entwickelt.

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Dossier zu den EU-Öko Verordnungen (englisch)

Die Autoren um Alexander Beck bewerten die ersten drei Jahre der Europäischen Öko-Verordnungen und blicken in die Zukunft.

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Kommentierung von Artikel 91

Der BÖLW kommentiert die Maßnahmen bei Verdacht auf Verstöße und Unregelmäßigkeiten der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 der EU-Öko-Verordnung.

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