Ökologische Herstellerinnen und -Hersteller zeigen auf der BIOFACH 2026 ihre Kompetenz und bewegen Zukunftsfragen
Bad Brückenau/Nürnberg, 18. Februar 2026. Wie kann sich Bio und Nachhaltigkeit in einem dynamischen Marktumfeld behaupten und weiterentwickeln? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es für eine zukunftsfähige ökologische Lebensmittelwirtschaft? Und wie lassen sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gemeinsam stärken? Diese und weitere Fragen standen im Fokus des Auftritts der Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) auf der BIOFACH 2026.
220 Bio-Akteurinnen und -Akteure aus ganz Europa leiteten die Biofach auf der Organic Reception erfolgreich ein, einem Netzwerkabend der europäischen Verbände AöL, OPTA Europe, Pize, BioNederland und AsoBio, und diskutierten unter dem Motto „Greener Together“ die Weiterentwicklung des europäischen Bio-Markts.
Der Präsident von OPTA Europe, Stefan Hipp, begrüßte die 220 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der ganzen Welt und betonte deren Beitrag für zukunftsfähige Ernährungssysteme. Jan Groen, Vorsitzender von BioNederland, forderte die anwesenden PolitikerInnen auf, für rechtliche Strukturen zu sorgen, die das Ziel von 25 Prozent Bio bis 2030 in der EU ermöglichen. Vertreterinnen und Vertreter der Kommission und aus niederländischen und deutschen Ministerien richteten Grußworte an die UnternehmerInnen.
Auf Podien und in Austauschrunden brachten sich zahlreiche Herstellerinnen und -Hersteller aus den AöL-Reihen im weiteren Messeverlauf in zentrale Gespräche ein. In der Diskussion stand unter anderem die Rolle gemeinsamer Klimaziele in der Wertschöpfungskette, die Abgrenzung und Positionierung von Bio im Spannungsfeld agroökologischer Ansätze, die Entwicklung des ökologischen Unternehmertums sowie eine rechtssichere Umweltkommunikation.
„Der Strukturwandel im Bereich der Lebensmittelwirtschaft, ein falsch verstandener vorsorgender Verbraucherschutz, verbunden mit bürokratischen Lasten, bewegen unsere Unternehmen aktuell. Die Biofach bot dafür eine Bühne, um branchenintern, aber auch mit politischen Akteurinnen und Akteuren diese Fragen zu diskutieren“, so Anne Baumann, Geschäftsführerin und Vorständin der AöL. „Daneben zeigte der Auftritt der Verarbeitungsunternehmen auf der Messe in Nürnberg vor allem eins: Innovationskraft, Netzwerkkompetenz, Fähigkeit zur Markterschließung in Verbindung mit Werten und unternehmerischem Pragmatismus.“
Die AöL zieht insgesamt ein positives Messefazit. Die Arbeitsgemeinschaft plant, sich in den Diskurs um die Weiterentwicklung der Messe verstärkt einzubringen.
Details zu den Podien der AöL sind hier nachzulesen:
Foto Credit: Nürnberg Messe | BIOFACH