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Bad Brückenau, 22. Juli 2026. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) begrüßt die vom deutschen Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat vorgelegte Heimat-Agenda. Sie setzt wichtige Impulse für starke Regionen, regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Resilienz. Viele der formulierten Ziele setzen die ökologischen Lebensmittelhersteller bereits heute in ihrer täglichen Arbeit um.

„Die Heimat-Agenda beschreibt eine Vision von Heimat, die auf Verantwortung, regionaler Wertschöpfung und einem starken Miteinander basiert. Genau dafür arbeiten unsere Bio-Unternehmen in ihren Regionen seit Jahren. Sie investieren in regionale Partnerschaften, schaffen Arbeitsplätze und stärken die Zukunftsfähigkeit unseres Ernährungssystems“, sagt Anne Baumann, geschäftsführende Vorständin der AöL.

Ökologische Lebensmittelhersteller schaffen Wertschöpfung in den Regionen, arbeiten eng mit landwirtschaftlichen Betrieben zusammen, bauen auf langfristige Lieferbeziehungen und versorgen die Menschen vor Ort mit gesunden und nachhaltigen Lebensmitteln. Gleichzeitig leisten sie mit ressourcenschonender Verarbeitung, Biodiversität und Klimaschutz einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen vor Ort. Sie gestalten Erlebnisräume und Begegnungsstätten für die Menschen, schaffen gute, regionale Arbeitsplätze und tragen zu vielfältigen, starken und lebenswerten Regionen   bei.

Positiv bewertet die AöL insbesondere, dass die Heimat-Agenda regionale Wertschöpfung und die Außer-Haus-Verpflegung als wichtige Bausteine einer zukunftsfähigen Heimatpolitik hervorhebt. Zudem hält der Verband das Ziel „Selbstwirksamkeit der Menschen vor Ort stärken“ und das Zeichnen eines positiven Bildes über die deutschen Heimaten für sinnvolle Vorhaben.

Nachbesserungsbedarf sieht der Verband bei der konkreten Ausgestaltung. Die ökologische Lebensmittelwirtschaft sollte als Innovationstreiber für nachhaltige Ernährungssysteme ausdrücklich benannt werden. Regionale Wertschöpfung entfaltet ihren vollen Nutzen, wenn sie mit ökologischer Erzeugung, nachhaltiger Verarbeitung und fairen regionalen Lieferbeziehungen verbunden wird.

Auch beim angekündigten Bürokratieabbau kommt es auf die richtige Balance an: Mittelständische Bio-Unternehmen brauchen einfachere Verfahren und verlässliche Rahmenbedingungen und die Stärkung bewährter Nachhaltigkeits- und Qualitätsstandards. Zudem sollte die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung konsequent genutzt werden, um regionale Bio-Wertschöpfungsketten weiter auszubauen.

„Die Heimat-Agenda ist ein wichtiger Schritt, weil sie die Potentiale regionalen Handels aufzeigt. Jetzt gilt es, ihre Ziele mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen und mit der Bio-Strategie zu verbinden. Denn Heimat entsteht dort, wo nachhaltiges Wirtschaften, regionale Verantwortung und gesellschaftlicher Zusammenhalt zusammenkommen“, so Baumann.

Als Best Practice Akteure in ihren Regionen stehen die AöL Unternehmen bereit, um gemeinsam mit dem Ministerium Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.