Biodiversität

„Die Kampagne der AöL ist vorbildlich und findet hoffentlich viele Unterstützer- und Nachahmer*innen, denn: Je mehr Menschen verstehen, wie wichtig eine große Tier- und Pflanzenvielfalt ist, desto mehr sind bereit, diese zu schützen.“

Svenja Schulze, Bundesumweltministerin

 Durch Biodiversität ist unsere Ernährung zukunftsfähig. Deswegen schützen und fördern wir die Artenvielfalt und haben die Kampagne "Vielfalt verbindet" ins Leben gerufen.

Zu den Biodiversitätsleistungen unserer Mitglieder!

Biodiversität - Vielfalt Verbindet

Biodiversität und Klima

 

Dass unsere Gesellschaft und die natürlichen Grundlagen unseres Lebens durch den Klimawandel bedroht sind, ist nicht erst seit dem trockenen Sommer 2018 bekannt. Im Rahmen ihrer Biodiversitätskampagne „Vielfalt verbindet“ fordert die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller daher den Ausbau und Schutz ökologisch bewirtschafterer Flächen, die sich positiv auf das Klima auswirken.

Zur Position "Biodiversität und Klima"

Zur Pressemitteilung "Mit Ökolandbau Klimaziele erreichen"

Zum Interview mit Dr. Katharina Reuter von Unternehmensgrün

Wie Öko-Hersteller die Biodiversität fördern

 

 

 

Für Hersteller von Bio-Lebensmitteln ist es nicht leicht, ökologische Rohstoffe zu verarbeiten. Diese sind nämlich nicht berechenbar, denn sie sind ohne chemisch-synthetische Pestizide angebaut. Die AöL-Hersteller nehmen die Erzeugnisse jedoch ab und fördern damit die Artenvielfalt. Die Verantwortlichen von Huober Brezel, Erdmannhauser, Spielberger Mühle, Naturata und Beutelsbacher haben in diesem AöL-Video einen Einblick in ihre Biodiversitätsbemühungen gegeben und erklären im Interview, was sie für die Biodiversität tun.

 

Biodiversität und Saatgut

 

Es wird einsam auf unseren Äckern: es fehlen die vielen summenden Bienen, die zwitschernden Vögel und es fehlt die bunte Pflanzenpalette. Weizen, Reis und Mais beherrschen unsere Felder. Und innerhalb dieser Pflanzenarten werden nur wenige Sorten gezüchtet. Woran liegt das? An einem Saatgut, dass einseitig und von wenigen Unternehmen dominiert wird. Genutzt wird nur, was schnell wächst und Ertrag bringt. Mit unserer Biodiversitätskampagne „Vielfalt verbindet“ wollen wir auf diese schädlichen Entwicklungen aufmerksam machen.

Um nämlich zukünftig neue, angepasste Sorten züchten zu können, benötigt der Markt vielfältiges, genetisches Material. Biozüchter legen einen hohen Wert auf eine gesunde Pflanze, die sich von Anfang an nach ihren natürlichen Bedürfnissen entwickeln darf. Die Öko-Lebensmittelwirtschaft setzt diese an den Standort angepassten Sorten ein und entwickelt daraus eine echte Produktvielfalt für unsere menschliche Ernährung.

Zur Position "Biodiversität und Saatgut"

Zur Pressemitteilung

Zum Interview mit Getreidezüchter Herbert Völkle

Warum der Ökolandbau die Artenvielfalt fördert

 

 

 

Der Ökolandbau ist gut für Umwelt, Mensch und Tier. Er fördert die Artenvielfalt in unseren Böden und in der Luft. Biolandwirte setzen keine Pestizide ein und halten Tiere artgerecht. Das sehen auch die Politiker Priska Hinz (Hessischer Landtag) und Martin Häusling (Europaparlament in Brüssel).

"Der Ökolandbau ist natürlich besonders wichtig, weil er schonend arbeitet, weil er keine Pestizide einsetzt, nicht so intensiv wirtschaftet und dann hat man hinterher weniger Reparaturarbeiten", sagt Priska Hinz im AöL-Videointerview. "Wir verteilen relativ viel Geld, das oft falsch ausgegeben wird", so auch der Europaparlamantarier Martin Häsuling. "Wir müssen das in eine Richtung lenken, wo wir in der Landwirtschaft etwas verändern, d.h. das Ziel muss sein: öffentliches Geld tatsächlich für öffentliche Leistungen auszugeben."

Zum Tag der biologischen Vielfalt

 

Zum „Tag der biologischen Vielfalt“ sagt unser geschäftsführender Vorstand Dr. Alexander Beck:

„Biodiversität ist der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit unseres Ernährungssystems. Deswegen müssen wir den Artenverlust stoppen und eine Wirtschaftsweise etablieren, die Biodiversität fördert. Unsere Öko-Lebensmittelhersteller tun das schon heute, indem sie ökologisch angebaute, vielfältige Rohstoffe einkaufen, verarbeiten und daraus innovative Produkte herstellen. Somit übersetzen sie die biologische Vielfalt, die in unserer Natur eigentlich von Grund auf angelegt ist und durch den Ökolandbau gefördert wird, in eine Ernährungsvielfalt für die Menschen.“

Unsere Pressemitteilung

Biodiversität und Boden

Bodiversität und Boden

 

Boden ist die wichtigste Ressource, um unsere Ernährung langfristig zu sichern.  Denn: ohne einen fruchtbaren Boden gibt es keine natürlichen oder naturbelassenen Rohstoffe zur Herstellung von Lebensmitteln.

Welche Funktion der Boden mit all seinen Organismen für Wasser, Klima und für die Artenvielfalt hat, ist längst bekannt und auch wissenschaftlich nachgewiesen. Trotzdem wird fruchtbarer Boden sowohl in der agroindustriellen Landwirtschaft als auch bei der Versiegelung von Flächen zerstört und vernichtet, ohne dass die daraus entstehenden Kosten infolge von Bodenerosion, Verschmutzung von Gewässern und Luft sowie der Verlust der Artenvielfalt eingepreist werden. Diese Kosten tragen die Bürger und insbesondere die zukünftige Generation.

AöL Position zum Thema "Boden"

Unsere Pressemitteilung

Die (un)heimliche Artenerosion - eine Studie

 

Die moderne Landwirtschaft provoziert eine unheimliche Artenerosion – und die Politik schaut weg. Dabei ist die Frage, ob die Erde vor einem massenhaften Aussterben von Tier- und Pflanzenarten steht, keineswegs absurd. Fünf Mal gab es das in der Erdgeschichte bisher. Droht nun die sechste Katastrophe? Doch anders als früher sind es keine natürlichen Faktoren, die den erwarteten Schub auslösen, sondern der Mensch wird für diesen Kollaps verantwortlich sein. In fast allen Fällen, wenn es um Verluste von Lebensräumen, von Arten, vor allem von Artendichte und Individuenzahlen, um Artenerosion geht, hat die konventionelle Landwirtschaft etwas damit zu tun. „Moderne“ Techniken, Mäh- und Erntemethoden sowie vorgezogene Erntezeiträume, Pestizide und Stickstoffdünger nehmen keine Rücksicht auf die Natur. Die aktuelle Diskussion um ein Verbot der relativ neuen Pestizid-Stoffklasse der Neonikotinoide zeigt die Brisanz der Bedrohung: Lauert hier eine neue Katastrophe nach Art des DDT-Skandals?

Über die Problematik des Artenverlustes klärt Stephan Börneckes Studie "Die (un)heimliche Artenerosion" auf, die von dem grünen Parlamentarier Martin Häusling in Auftrag gegeben wurde. Im Film haben wir den Autoren interviewt.

Zur Studie

Unsere Biodiversitätsprojekte

Biodiversitätskriterien

Biodiversität ist eines unserer Kernthemen im Verband. Wir wollen die Artenvielfalt schützen und fördern. Dafür arbeiten wir in internationalen Projekten und Netzwerken, wie der Initiative "Biodiversity in Good Company". In der Initiative haben sich Unternehmen der AöL und zahlreicher anderer Branchen zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der weltweiten Biodiversität zu engagieren. Damit leisten sie einen Beitrag zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD). Ziel ist es, den dramatischen Verlust an Ökosystemen, Arten und genetischer Vielfalt aufzuhalten.

Unter dem Stichwort„Firmen fördern Vielfalt“ startete die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Projekt zur praxistauglichen Erfassung, Bewertung und Darstellung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Zulieferbetrieben der Nahrungsmittelunternehmen aus dem AöL-Kreis: Bionade, Hipp, Märkisches Landbrot und Neumarkter Lammsbräu.

Die Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsleistungen unserer Firmen sind auch in den  Nachhaltigkeitsporträts der AöL nachzulesen.

Im LIFE Projekt sind Empfehlungen für wirkungsvolle Kriterien zum Schutz der Biodiversität in Standards für die Lebensmittelbranche und Beschaffungsrichtlinien von Lebensmittelunternehmen entstanden. Die Handlungsempfehlungen richten sich in erster Linie an Standardorganisationen und an Unternehmen der Lebensmittelbranche mit eigenen Beschaffungsrichtlinien. Die AöL stand hier beratend zur Seite.

Ökolandbau kann Europa ernähren - eine Studie

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Die Liste der negativen Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft in Europa ist lang: Die Biodiversität ist massiv geschrumpft, viele Tier- und Pflanzenarten sind bereits ausgestorben. Die Treibhausgasemissionen tragen zum fortschreitenden Klimawandel bei und Europa hat sich abhängig gemacht von der Lebens- und Futtermittelproduktion in der restlichen Welt. Der massenhafte Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln wird mit der hohen Produktivität unserer Landwirtschaft gerechtfertigt. Doch dies geschieht auf Kosten unserer Bauern und Bäuerinnen, deren Gesundheit darunter leidet, sowie zum Schaden gesunder Lebensmittel, sauberem Wasser und der Artenvielfalt.

Dabei zeigt nun eine weitere Studie, dass es auch anders geht und eine nachhaltige Agrarwende möglich ist.

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