Unerwünschte Stoffe

Unsere Lebensmittelhersteller verarbeiten Agrarrohstoffe wie Getreide, Ölpflanzen, Obst, Gemüse und Hackfrüchte zu hochwertigen, ökologischen Lebensmitteln. Die Erzeugnisse, die unsere Unternehmen verarbeiten, müssen vor allem unseren Qualitätsanforderungen entsprechen. Dazu gehört es, dass unsere Pflanzen ohne den Einsatz von Pestiziden auskommen und natürlich wachsen dürfen und unsere Tiere in der freien Natur leben.

In dieser freien und lebendigen Natur gibt es schon immer Rückstände, z.B. durch Verschmutzungen, die der Mensch verantwortet, wie Abgase oder Düngemittel oder durch sogenannte „Unkräuter“. Für uns sind das Pflanzen mit giftigen Stoffen, für die Pflanzen ist es ein wesentlicher Abwehrmechanismus, um nicht gefressen zu werden. Rückstände können aber auch durch das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln beim konventionellen Nachbarn oder durch Verpackungen entstehen. Wie damit umgegangen werden kann, besprechen wir innerhalb der AöL und versuchen zudem das Bewusstsein zu schärfen, dass Lebensmittelsicherheit nicht allein Faktor für ein ökologisches, qualitativ hochwertiges Mittel zum Leben ist.

DEET-und Icaridin–Rückstände

Nach Informationen von Laboren und vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart [1] werden die Repellentien DEET(Diethyltoluamid) und Icaridin, wie z.B. in Mückensprays, als Rückstände in pflanzlichen Lebensmitteln wie Wildpilzen, in Früchte-, Blüten-, und Kräutertee, in Grün-und Schwarztee sowie in Beerenobst und Blattgemüse nachgewiesen Mehr...

Ethylenoxid- und 2-Chlorethanol-Rückstände

Im Europäischen Schnellwarnsystem (RASFF) häufen sich seit dem 22.10.2020 Warnmeldungen zu Befunden von Ethylenoxid in Sesamsamen aus Indien. Danach ist Ware, die den Rückstandshöchstgehalt von 0,05 mg/kg für die Summe aus Ethylenoxid und dem Umwandlungsprodukt 2-Chlorethanol, ausgedrückt als Ethylenoxid gesichert überschreitet, nicht mehr verkehrsfähig. Mehr...

Pyrrolizidinalkaloid (PA) – Rückstände

(Die Festlegung von Höchstgehalten durch die EU-Kommission ist in Kürze zu erwarten)

Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind natürliche Giftstoffe und werden von vielen Pflanzen zum Schutz gegen Fraßfeinde gebildet. Die Abbauprodukte in der Leber sind für Mensch und Tier gesundheitlich bedenklich. Bisher wurden PA in mehr als 350 Pflanzenarten weltweit nachgewiesen.

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Chlorat und Perchlorat

Verschiedene Untersuchungen von Lebensmitteln haben Rückstände von Chlorat und Perchlorat in Bio-Lebensmitteln ergeben. Chlorat kann vorrangig durch chlorhaltige Desinfektions- und Reinigungsmittel oder durch gechlortes Wasser, Perchlorat hauptsächlich durch Umwelteinträge in Lebensmittel gelangen. Die aktuelle AöL-Information ordnet das Problem ein und gibt Empfehlungen.

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MOSH und MOAH

Seit 2010 wird das Thema des potentiellen Übergangs von Kohlenwasserstoffverbindungen aus Mineralölen in Lebensmitteln diskutiert. Dabei geht es insbesondere um die Kontamination von verpackten Lebensmitteln mit MOSH (Mineral Oil Saturated Hydro-carbons) und MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons). Auch Stiftung Warentest und ÖKO-Test haben vermehrt Mineralölrückstände in Produkten gefunden. Davon sind auch immer wieder Bio-Lebensmittel betroffen, wie kürzlich in der Ausgabe der ÖKO-Test Heft 06/2017 bei Kokosprodukten. Mehr dazu in der hiesigen AöL-Information.

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Phosphonat Rückstände

Bei Untersuchungen, unter anderem durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA Stuttgart) [1], wurden Rückstände von Fosetyl-Al (Summe aus Fosetyl und Phosphonsäure, ausgedrückt als Fosetyl) bei verschiedenen Biolebensmitteln aus unterschiedlichen Herkunftsländern festgestellt.

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Phosphorwasserstoffe

Seit 2013 stehen in Deutschland in einem staatlichen Labor Nachweismethoden zur Verfügung, die geeignet sind, Phosphorwasserstoffe mit einer gewissen Bestimmungsgrenze in wasserarmen pflanzlichen Lebensmittel nachzuweisen.

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Trichlormethanrückstände in Milch

Trichlormethan (Chloroform) kann entstehen, wenn Milch und Aktivchlor z.B. aus chlorhaltigen Reinigungsmitteln aufeinander treffen. Durch Vermeidung oder sachgerechte Anwendung der chlorhaltigen Reinigungs- und Desinfektionsmittel sind Rückstände von Trichlormethan vermeidbar.

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