Politik trifft Praxis – AöL in Brüssel

Politik trifft Praxis – AöL in Brüssel

Männer in grauen Anzügen bestimmen hinter verschlossenen Türen unsere Zukunft. Das Bild, das die deutsche Öffentlichkeit von den EU-Institutionen in Brüssel zeichnet, ist nicht immer ein Positives. Vom Gegenteil überzeugten wir uns in der vergangenen Woche. Wir besuchten Kommission, Parlament und die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland und sprachen mit Abgeordneten und Mitarbeitern über die EU Öko-Verordnung, über Verpackungsthemen, Lebensmittelkennzeichnung, Biodiversität, Forschungsbedarf und die Zukunft von Bio.

„EU-Politik und Gesetzgebung sind komplexe Verfahren, die sich nicht mit nationalen, politischen Prozessen vergleichen lassen“, so Dr. Alexander Beck, unser geschäftsführender Vorstand. „28 Mitgliedsländer, das EU-Parlament, die Kommission, Tausende von Lobbyisten und Debatten in den 24 Amtssprachen machen politische Prozesse enorm heterogen und unübersichtlich. Dazu kommt eine eigene Öffentlichkeit in jedem EU-Land, in dem die Debatten beschrieben und diskutiert werden. Alle Entscheidungen sind somit Ergebnis einer sorgfältig inszenierten Kompromissfindung mit vielen Variablen.“

Besonders beeindruckt hat unsere AöL-Mitglieder die offene und transparente Diskussion in den EU-Institutionen, die bereit sind, sich das Feedback der Unternehmer anzuhören. Aber auch die Mitarbeiter der EU erkennen die Chancen, die sich aus dem Austausch mit uns als Bio-Lebensmittelwirtschaft ergeben. „Gute Politik und gute Gesetzgebung kann nur entstehen, wenn die Betroffenen einbezogen sind und ihre Ideen einbringen können. Je mehr Austausch es zwischen Politik und Wirtschaft oder der Bevölkerung gibt, desto besser wird am Ende auch die Qualität sein“, so Sören Haar der Generaldirektion Kommunikation in der EU-Kommission.

„Es ist wichtig, dass wir mit Praktikern, die die Probleme im Alltag kennen, sprechen und ihre Anliegen hier in unsere Debatte und mögliche Gesetzgebungsprozesse einbringen können“, so MdEP Norbert Lins (Fraktion Christdemokraten). „Wer glaubt, nur vom Schreibtisch aus Papiere zu erzeugen, der irrt“, so auch MdEP Maria Noichl (Fraktion der Sozialdemokraten). „Wir müssen uns immer wieder draußen in der Bevölkerung umhören und nachfragen, ob unsere Produkte wirken, wo es hapert und wo wir besser werden müssen.“ So sprachen die Politiker mit den Unternehmen über aktuelle Themen, die sie bewegen.

Dazu gehört auch die Förderung von Biodiversität. „Wir brauchen eine andere Form von Landwirtschaft“, so MdEP Martin Häusling (Fraktion der Grünen). „Ziel unserer künftigen Agrarpolitik muss sein, öffentliches Geld für öffentliche Leistungen auszugeben.“ (Anne Baumann)

Unser aktuelles Video zur Reise gibt’s hier! +++

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